Sonntag, 20.10.2013

Krankenhaus in Ghana & Abschied

Am Samstag war die Hochzeit von der Koordinatorin aus Haus 2 (Mathilda), wo alle Voluntäre von Praktikawelten eingeladen waren. Gegen 10h (wie üblich 1 Stunde zu spät) sind wir von einem abgewrackten Bus angeholt worden, wo schon alle Plätze besetzt waren und wir 30 Minuten in den heißen Bus (natürlich ohne Klimaanlage) bis zur Kirche fahren mussten. Gegen 10:30h kamen wir dann verschwitzt an. Wieder musste 1 Stunde gewartet werden, obwohl die Hochzeit schon um 10h anfangen sollte. Um 12h ging es dann endlich los! Die Braut war wunderschön und die Zeremonie verlief fast genauso wie in Deutschland: die Braut trat mit ihrem Vater ein, der Bräutigam hat vorne gewartet, Ringetausch, Hochzeitskuss und schöner Gospelgesang. Nachher wurden noch Fotos gemacht und gefeiert mit Tanz und Musik. Lächelnd

Abends sind wir auf ein Reggae-Party gegangen direkt am Strand mit Live Musik: sehr lustiger Abend! Lachend

Sonntag hatte ich mit starken Bauchkrämpfen zu kämpfen und war deshalb im Haus.  Als ich dann über die Nacht von Sonntag auf Montag 40° Fieber bekommen habe und total schlecht geschlafen habe,  hatte ich direkt Angst MALARIA zu haben. Den Abend zuvor ist schon ein anderes Mädchen aus unserem Haus mit Fieber ins Krankenhaus gebracht worden... Am Montag ist Isi dann mit mir ins Krankenhaus gefahren um zu erfahren ob es Malaria ist. Dort waren bestimmt 100 wartende Patienten und ein riesiges Durcheinander (mit einem deutschen Krankenhaus gar nicht zu vergleichen), wir haben uns dann schon mal auf ein paar Stunden Warten eingestellt wie überall in Ghana. Wir wurden dann von Krankenschwester, zum Doktor, zum Labor bis zur Apotheke geschickt. Im Labor wurde der entscheidende Bluttest gemacht auf den wir dann wieder 1,5 Stunden warten mussten. Nach 1,5 Stunden hat der Arzt mit dann mitgeteilt, dass ich kein Malaria habe. Ich war total erleichtert! Ich habe eine bakterielle Infektion im Magen, welche wahrscheinlich durch falsches Essen verursacht wurde. Außerdem sei mein Immunsystem total geschwächt, weshalb ich so hoch Fieber habe. Mir wurde dann für 7 Tage ein Antibiotikum verschrieben. Nach 5 Stunden mit totalen Kopfschmerzen konnten wir endlich ins Haus zurück fahren. Ich war total K.O. und habe mich dann mit einer Ibuprofen für 3 Stunden schlafen gelegt. „Die Momente an denen man am liebsten zu Hause wäre.“ Stirnrunzelnd

Toller Start in meine letzte Woche: 5-7 Tage Bettruhe!

Donnerstag ging es mir dann schon viel besser und bin dann endlich wieder ins Projekt gegangen, weil ich noch die letzten 2 Tage im Projekt verbringen wollte. Nachdem wir 3 Stunden durch die pralle Sonne sind, wurde mir dann wieder gar nicht gut und bin dann lieber ins Haus gefahren...

Der Freitag hat im Projekt mit dem Sports Club angefangen: So schön nochmal alle Kinder gesehen zu haben! Ich werde sie soooooo sehr vermissen! Gegen 12h hieß es dann Abschied nehmen: Es war schrecklich allen Leuten im Projekt Tschüss sagen zu müssen und bis jetzt ist mir immer noch nicht bewusst das es mein letzter Tag war.

Sportsclub Claudia :)

12 Wochen Ghana sind vorbei und ich kann es gar nicht fassen wie schnell die Zeit verging: Ich will nicht weg!

Das Wochenende war noch relativ entspannt: Wir saßen viel zusammen und haben noch die letzten Tage zusammen genossen, dann war ich noch im Art Center letzte Souvenirs zu kaufen und habe gepackt. Da wurde mir dann immer mehr bewusst: „Es geht nach Hause!“

Mein Herz hat mich definitiv an die richtige Stelle geführt und heute am Tag vor meinem Abflugs sollte ich wahrscheinlich wach werden…ich bin tatsächlich nicht nur älter sondern um einiges weiser geworden. Das einzig negative für mich ist im Moment, dass ich niemals Worte finden werde um das was ich hier erlebt, gesehen und gefühlt habe in irgendeiner Form widerzugeben. Fragen wie, was hat dir am besten gefallen sind so schwer zu beantworten, weil es unzählige Momente gibt, die einfach so schön, aber auch teilweise so intensiv ‚anders‘ waren. Ich werde viel Zeit brauchen um zu berichten, wie es denn so war. Aber ich werde niemals widergeben können, was ich wirklich fühle, was jedoch wahrscheinlich jedem so geht. Dennoch weiß ich für mich, dass es für immer eine unbezahlbare Erfahrung sein wird, die ich für mich machen konnte. Ich bin mit Sicherheit kein anderer Mensch hier geworden und glaube auch nicht, dass man mir die letzten Wochen in irgendeiner Form wirklich anmerkt. Aber ich weiß, dass es eine Menge in mir verändert  hat. Ja auch jetzt weiß ich gar nicht mehr was ich schreiben soll…denn es ist unbeschreiblich. Im Moment gehen mir alle zwei Sekunden andere Gedanken und Bilder durch den Kopf und ich werde für mich noch einige Zeit brauchen um diese zu sortieren.

Das Einzige was ich weiß, dass mich jetzt Deutschland wieder erwartet und ich es mir noch gar nicht vorstellen kann, wieder nach Deutschland zu kommen, wo wieder ALLES anders sein wird...

„Travel is the only thing you buy, that makes you richer“

Ich danke allen Menschen für die wunderschöne Zeit und vor allem meinen Eltern die mir dies ermöglicht haben! Küssend

 

„Ich komme zurück!“ Ghana 2013 Lächelnd


Meine Flugdaten:

TAP Portugal

21.10.13 - 22.10.13

Flug 264: 22:40Uhr Accra Kotoka – 05:25Uhr Lissabon

Flug 542: 08:40Uhr Lissabon – 12:35Uhr Düsseldorf

Ich hoffe diesmal verläuft alles ohne ProblemeUnschuldig

Mittwoch, 09.10.2013

Der Norden Ghanas ruft: Elefanten, Antilopen, Affen & Warzenschweine

Huhu!

Am Mittwoch den 02.10.13 ging es für uns neun los Richtung NORDEN. Um 18h sollte eigentlich unser Bus losfahren, hat sich aber natürlich wie immer um fast eine Stunde verspätet. Der Bus war außerordentlich luxuriös ausgestattet mit Klimaanlange, aber hatte auch seinen Preis im Vergleich zu einer einfachen Trotro-Fahrt. Wir sind dann 10 Stunden gefahren und kamen um 6h bei Sonnenaufgang in Tamale an. Tamale ist die größte Stadt in der Northern Region, aber sonderlich viel zu besichtigen gab es dort leider nicht.  Also haben wir uns dann direkt  zur Busstation durchgefragt, wo der Bus zum Mole Nationalpark fährt und wir waren dann eine Stunde später, nach einem anstrengendem Fußmarsch, dort. Todmüde und genervt von jeglichen Busfahrten wurde uns dann gesagt, dass der Bus zum Mole Nationalpark erst um 14h abfährt. Leider hatten wir keine andere Möglichkeit und so hieß es für uns: 6 Stunden Zeit vertreiben in Tamale. Da wir aber einfach nur schlafen wollten, haben wir uns eine Art Unterschlupf gesucht und es uns auf kaputten Plastikbänken „gemütlich“ gemacht! So wirklich schlafen konnte man aber auch nicht, weil so viele Menschen um einen herum waren, ständig eine neue Verkäuferin vorbeikam und es einfach viel zu laut war. Deshalb haben wir uns die Zeit dann etwas anders vertrieben.

:D

Um 14h war immer noch  kein Bus weit und breit zu finden. Um 15h kam auch keiner und um 17h auch nicht!  Um18h, nach 4 Stunden Verspätung, kam er dann: der heiß ersehnte Bus zum Mole Nationalpark. Dieser war ein totales Gegenteil im Vergleich zum VIP Bus auf der Hinfahrt: unbequem, eng, die Windschutzscheibe mit Rissen übersäht und die Ablage für die Koffer kaputt. Dazu kam noch die unebene Strecke und ein stürmendes Gewitter und wir wurden dann bis 22h durchgeschüttelt  bis wir endlich im Park angekommen sind. Auf dem Weg zum Mole Motel haben wir dann auch schon die ersten Antilopen gesehen und unsere  schlechte und müde Laune hat sich wieder etwas gebessert und wir haben uns auf unser vorreserviertes Hotelzimmer gefreut. Aber unsere Pechsträhne war leider nicht vorbei und die Hotelzimmer hatten für uns die teuersten Zimmer für 90 cedi reserviert und nicht wie abgesprochen die günstigsten für gerade mal 25 cedi. Versehentliche Missverstände gibt es hier leider viel zu oft und auch nach einer halben Stunde rumdiskutieren, blieb uns dann leider nichts anderes mehr übrig als das überteuerte Zimmer zu nehmen. Immerhin hat man uns für die nächste Nacht ein günstigeres Zimmer versprochen und so konnten wir dann endlich hundemüde ins Bett fallen. Zusammengefasst haben wir den ganzen Donnerstag nur gewartet...

Bis neun Uhr ausgeschlafen und von Mücken dermaßen zerstochen (es gab leider kein Mückennetz und wir hoffen, dass keine Malariamücke dabei war), begann der Freitag dann mit einem im Preis inklusivem Frühstück im Hotel: scrambled Egg + Toast + Kaffee. (Der Kaffee nach 2,5 Monaten ohne Kaffee war schon ein Highlight!) Gegen 11h begann dann unsere 3-stündige Jeep-Safari durch den Mole Nationalpark. Angefangen hat die Fahrt mit Pavianen, die mitten auf dem Weg saßen und sich gegenseitig am Lausen waren. Dann folgte eine halbe Stunde mit nervenden und stechenden Bremsen und nach dem diese endlich andere Opfer gesucht hatten, konnten wir ungestört die Antilopen und Warzenschweine auf einer Lichtung beobachten, um dann als krönenden Abschluss durch die Wildnis zu den Elefanten zu laufen. (Es war ein unglaubliches Gefühl direkt neben diesen anmutigen und graziösen Riesen zu stehen!!!)

Um 16h folgte dann eine etwas enttäuschende Kanu-Tour. Enttäuschend, weil wir im Moment Regenzeit haben und das Wasser zu hoch war und wir nur ca. 15min auf dem Wasser waren und dann wieder zurück gefahren sind und kein einziges Tier gesehen haben...

Abends haben wir dann noch im Hotel Nudeln gegessen und sind dann relativ früh ins Bett gegangen, um für die anstehende Fußsafari am nächsten Morgen um 7h fit zu sein. Leider hat es mal wieder die ganze Nacht durchgeregnet und geblitzt und als das Gewitter weniger wurde, haben die Affen an unserer Tür geklopft und auf dem Dach rumgeturnt, sodass man dann doch nicht so ausgeschlafen war. Trotzdem waren wir motiviert unsere Fuß-Safari in schicken Gummistiefeln zu starten und 2 Stunden lang durch die Gras- und Matschlandschaft zu laufen. Es war richtig abenteuerlich und wir haben wieder Antilopen, Affen und Warzenschweine gesehen und sind beinahe im Sumpf eingesunken. Leider haben sich die Elefanten zu gut versteckt und wir konnten bei dieser Safari keine sehen. Dies liegt aber auch an der derzeitigen Regenzeit, in der die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, Elefanten zu sehen und so waren wir schon glücklich am Vortag welche entdeckt zu haben.

Um 12h mittags haben wir ausgecheckt, konnten aber den ganzen Tag noch im Hotel bleiben, im Pool schwimmen oder in der Sonne liegen. Dies war auch gut so, da wir 12 h Zeit vertreiben mussten bis unsere Fahrt mit einem privaten Trotro nach Kumasi („Das Herz von Ghana“) weiter ging. Am Abend haben wir noch Ghanaer kennengelernt, die uns auf ein Bier eingeladen und uns dann mit ihrem eigenen Jeep auf eine spontane Nachtsafari mitgenommen haben. Unten im Jeep mit lauter, afrikanischer Musik sitzend, haben wir dann im Scheinwerferlicht Antilopen und Paviane gesehen und gleichzeitig verscheucht! Das war echt richtig lustig! Um 0h wurden wir dann mal pünktlich vom Hotel abgeholt und sind 8 Stunden bis nach Kumasi durchgefahren. Wir haben dann auch direkt unser Hotel gefunden, gefrühstückt und sind dann ins Zentrum von Kumasi gelaufen. Wir standen dann plötzlich auf einem riesengroßen Markt, überall waren Menschen, diverse Verkaufsstände und die Sonne knallte, so dass wir leicht überfordert waren und uns lieber auf die Suche nach dem Ashanti Palast bzw. dem dazugehörigen Museum gemacht haben, denn die Ashanti Region ist bekannt für ihr früheres Königreich und ihre Traditionen. Nach einer 45 minütigen Führung im Museum und um einige Informationen reicher, sind wir dann noch zum culture center gelaufen. Dies ist ein großer Park mit verschiedenen afrikanischen Shops und zufällig war an dem Sonntag eine afrikanische Hochzeit in dem Park und wir konnten zusehen wie alles so von statten ging. Abends haben wir dann noch zusammen an der Straße Fried Rice gegessen und dann war der Tag schon wieder viel zu schnell vorbei. In der Nacht wurden wir alle wieder total zerstochen...

Der nächste Tag war dann der letzte Tag von unserer Tour. Wir sind mit dem Trotro in ein nahegelegenes Dorf gefahren (Ntonso Village), wo afrikanische Stoffe gewebt und gefärbt werden. Wir haben eine Führung gemacht und konnten selber unseren eigenen Stoff bestempeln. Gegen 16h saßen wir dann wieder im Bus  Richtung Accra und nach einer routinierten Wartestunde sind wir dann gegen 22 Uhr wieder „zu Hause“ angekommen!

Es war eine unglaublich spannende, aber auch anstrengende Reise!

PS: Von meinen RASTA musste ich mich gestern leider trennen, weil meine Kopfhaut allergisch reagiert hat, also bin ich jetzt wieder der Lockenkopf!

Ich genieße jetzt noch meine letzten 12 Tage und es fällt mir ganz schwer Ghana zu verlassen... ICH WILL GAR NICHT MEHR WEG!

Ich freue mich auf euch! Bis ganz bald, eure Leni 

PS: Fotos folgen...

Montag, 30.09.2013

Rasta :)

Hallöle! Küssend

Die letzte Woche ist nicht sonderlich viel passiert. Außer das unser Sports Club viel besser gelaufen ist und richtig Spaß gemacht hat.

Gestern waren wir am Bojo Beach Lächelnd und ich habe mir einen ordentlichen Sonnenbrand geholt...

Bojo Beach :-* Sonnenuntergang

Heute hatte ich "frei" und war beim Frsör um mir meine Haare flechten zu lassen (siehe Fotos). Es war ziemlich schmerzhaft aber das Resultat gefällt mir sehr gut. Ein bisschen ungewohnt und schwer am Kopf, weil Kunsthaar mitzugefügt wurde. Lachend ich fühle mich total afrikanisch!!

In Arbeit :DRasta!

Am Mittwoch geht es für 7 Tage auf Norden-Tour zu den Elefanten und da gibt es dann wieder ganz viel zu berrichten! Küssend

Montag, 23.09.2013

Woche 8 mit ihren Höhen und Tiefen

Montag habe in Dede (das Mädchen von letzter Woche) besucht und  zu erfragen wie es ihr geht. Ihr geht es wieder gut und sie war sogar wieder in der Schule. Lächelnd

5 neue sind in unser Haus angereist aber wir mussten uns auch wieder von einer verabschieden.

Mittwoch war das erste Mal der Sports-Club von unserem Projekt mit Humphrey, Jasmin, Caro und Miri. Es verlief einfach nur chaotisch! Brüllend Es waren viel zu viele Kinder, alle sind durch die Gegend gerannt und keiner hat auf uns gehört. Die Zeit verging dann viel zu schnell und wir haben dann eigentlich nur geschafft, die Kinder für das nächste Mal in verschiedene Gruppen aufzuteilen. Sportsclub ist jetzt immer mittwochs und freitags morgens vor der Schule der Kinder.

Sportsclub Sportsclub

Dienstag und Donnerstag haben wir „Monitoring“, das heißt wir gehen in die verschiedenen Schulen in Jamestown und sprechen mit den Kindern von unserem Projekt wie es ihnen geht, ob sie irgendwas brauchen und schauen dann ob sie regelmäßig zu Schule gehen.

Freitag war die Beerdigung von Abigal, das Mädchen das letzte Woche im Alter von 10 Jahren an Meningitis gestorben ist. Es waren sehr viele Menschen da und alle waren rot-schwarz gekleidet. Wir saßen draußen unter einem Pavillon und alle haben geweint. Die Angehörigen haben so unglaublich geschluchzt, zu Gott gebeten, geflucht und sich gefragt: Warum muss ein 10-jähriges, lebensfrohes Mädchen so plötzlich sterben? Weinend Nach einer halben Stunde sind wir mit mehreren aufgebrochen um das tote Mädchen in ihrem Sarg abzuholen. Mit war gar nicht gut dabei. Abigal wurde in ihrem Sarg total geschminkt, schick bekleidet... Das schlimmste aber gleichzeitig interessante war als uns eine Leichenhalle gezeigt wurde. Ich war einfach nur geschockt und ich habe mich auch nicht getraut mehr als 3 Schritte herein zu wagen. Es gab einen Raum mit kürzlich verstorbenen Menschen und ein Raum mit Menschen, die niemand kennt und welche keine Angehörigen mehr haben. Die Leichen lagen gestapelt in einem Raum (es hat mich an ein KZ-Lager erinnert), sie wurden nicht gekühlt und rundherum waren Fliegen. Ich glaube ich werde Albträume haben... Als wir dann wieder zurück zu der Beerdigung gelaufen sind, haben wir einfach nur beobachtet was um uns passiert ist. Die Eltern von Abigal haben so geweint und so laut auf ihrer Sprache geflucht. Immer wieder kam jemand neues und war so außer Kontrolle. Zum Beispiel kam eine Frau die sind die Haare ausgerissen hat oder ein Mann, der zusammengebrochen ist und dann eine Prügelei mit anderen Einheimsichen angefangen hat... Ich brauchte erst mal Zeit das alles zu verarbeiten... Stirnrunzelnd

Leichenwagen Särge Angehörige

Freitag hatten wir unsere Hausparty in unserem Haus. Um 18h kamen die Voluntäre aus den anderen beiden Häusern in Ghana und dann haben wir zusammen getrunken, gegessen und getanzt! Lachend

Samstag und Sonntag stand die Volta Region auf dem Programm! Lächelnd

Ein bisschen verkatert von Freitag Abend und im Halbschlaf sind wir zu fünft (Jasmin, Carina, Martina, Gloria & Ich) gegen 6Uhr morgens zur großen Trotro Station (Tema Station) gefahren. Wir haben auch direkt unser Tro tro gefunden, welches uns in die Volta Region bringen sollte. Wir standen dann aber nur fast 2 Stunden an Tema Station um zu warten bis unser Tro tro gefüllt war. Deshalb sind wir dann erst nach 6 Stunden in der Volta Region angekommen. Es war dann ca. 12Uhr als wir den Volta-See erreichten. Die Aussicht war unglaublich schön. Wir wollten unbedingt über den See fahren und haben dann einen Fischer gefragt ob ich uns mitnehmen würde. Also saßen wir dann auf einem alten Fischerboot mit diversen Löchern aber mit Motorantrieb. Auf dem See waren ganz viele kleine Inseln und der Fischer hat uns sogar zu einer Insel gefahren, wo wir ausgestiegen sind! TRAUMHAFT!

Volta See

Volta See

Nach 2 Stunden hat uns ein Taxi dann zur Monkey Sanctuary gefahren. Ein kleiner Dschugel, wo ganz viele Äffchen leben. Wir haben dann Bananen gekauft und die Affen sind uns auf die Arme gesprungen und haben die Bananen aus unserer Hand gefressen.

Äffchen :)

Gegen 17h haben wir dann unser Hotel aufgesucht und wir hatten direkt Strom- sowie Wasserausfall.  Das Abendessen war auch ekelig. Am Abend hat es so aus Kübeln angefangen zu schütten das wir Angst um unser Leben hatten... Die Regenzeit wird immer stärker.

Sonnatg: Happy Birthday Mama! Küssend

Wir waren schon um 8Uhr wach und sind dann los gelaufen um irgendwas essbares zu finden, weil im Hotel wollten wir nach dem ekeligen Abendessen nicht frühstücken. Wir haben uns dann Brot gekauft und ein Taxi zum Wli Wasserfall gesucht. Der Wli Wasserfall ist der größte Wasserfall in Ghana und liegt direkt an der Grenze zu Togo. Die Landschaft war auch wieder traumschön. Viele Tiere, viele Pflanzen... Die Wanderung zum Wasserfall dauerte ca. 1,5 Stunden und wir waren nass geschwitzt und sind erst Mal ins Wasser gesprungen und bis unter den Wasserfall geschwommen. Auf dem Weg haben wir dann selber eine Papaya mit unserem Tourguide Charles gepflückt und diverse Bekanntschaften mit verschiedenen Leuten gemacht.

Wli Waterfall

Wli Waterfall

Unsere Truppe :)

Heute (Montag) haben wir frei weil in Ghana ein Feiertag ist. Wir haben ausgeschlafen und viel mehr ist nicht geplant.  Lächelnd

Bis in 4 Wochen Küssend

Sonntag, 15.09.2013

Eine aufregende Woche geht zuende...

Obwohl wir diese Woche erst am Dienstag  ins Projekt mussten, begann die Woche mit einem schrecklichen Ereignis. Ein 10-jähriges Mädchen (Abigal) aus unserem Projekt ist plötzlich gestorben. Sie hatte schreckliche Kopfschmerzen und wurde ins Krankenhaus gebracht und ist dann kurze Zeit später gestorben. Leider weiß keiner die Ursache, aber ich vermute es war eine Hirnhautentzündung... Es war schreckliche Stimmung im Büro und jedem kamen die Tränen, weil alle das Mädchen kannten, vorallem aus dem Reading-Club.  Wir sind dann frühzeitig gegangen, weil keiner mehr in der Lage war zu bleiben. Um 15h hatten wir dann Hausmeeting mir unserem Koordinator Nana. Abends sind wir zu einem Hotel gelaufen und haben oben auf dem Dach zu Abend gegessen und hatten eine wunderschöne Aussicht über ganz Accra!

Mittwoch: Alles gute nachträglich an Momo und Oma!

Mittwoch sowie Donnerstag hatten wir im Projekt „medical screening“. Da wurden 500 Kinder auf Malaria untersucht und haben einen Augentest bekommen. Leider verlief alles ziemlich chaotisch und es sind auch nur 300 Kinder erschienen. Abends wurde von unserer Putzhilfe (Abennah) „Fufu“ gekocht, mhhhhh! Danach mussten wir schon wieder zum Flughafen, weil meine Eva abgereist ist: Ich vermisse dich hier!

Freitag hat mein Projekt ein Dinner geplant wegen des „3rd anniversary“. Es wurden Reden gehalten, Danksagungen für die 3 Jahre ausgesprochen, getanzt und gegessen. Alle Kinder sind durch den ganzen Raum getanzt und es hat total Spaß gemacht sie so glücklich zu sehen. Auch diesmal verlief alles wieder chaotisch, aber daran habe ich mich so langsam gewöhnt. Mit der Organisation haben es die Ghanaer nicht so. Ein kleines Mädchen (Dede), welches ich die ganze Zeit auf dem Arm oder auf dem Schoß hatte, ist irgendwann eingeschlafen und nachdem sie wieder aufgewacht war, war sie total apathisch und sie hatte total Herzrasen. Wir hatten total Schiss und haben dann entdeckt, dass sie aus dem Ohr geeitert hat. Als wir dann unserem Projektleiter Bescheid gesagt haben, bin ich mit ihm zum Familienhaus gelaufen um den Eltern von dem Vorfall zu berichten. Die Mutter sagte ganz gelassen: Es sei schon länger und es lege daran, dass sie jede Nacht draußen in einer Hütte am Strand schlafen muss und es dort sehr windig ist. Ich war total geschockt wie eine Mutter so verantwortungslos sein kann. Wir haben sie dann erst mal wieder mitgenommen, ich habe ihr was zu essen gekauft, aber sie wollte auch nichts essen. Ich habe mir echt Sorgen gemacht und wollte mit ihr ins Krankenhaus fahren, bis dann die Mutter kam und sie wieder mitgenommen hat. Mir kamen die Tränen... In Deutschland hätte bestimmt jede Mutter selbstverständlich direkt etwas unternommen und hier ist die medizinische Vorsorge schlecht bzw. das Geld reicht für die eigene Gesundheit nicht aus...

Morgen (Montag) werde ich hundertprozentig zu ihr hinlaufen, um zu schauen wie es ihr geht!!

Samstag Morgen sind wir dann zu siebt um 6 Uhr morgens Richtung Tema-Station aufgebrochen. Im Halbschlaf begann dann die mehrstündige Trotrofahrt über Ashaiman nach Ada. Auf dem Weg haben wir uns dann noch spontan überlegt erst zu einem Umweltprojekt mit Schildkröten zu fahren und haben nach einem Trotro zu dieser Lagune gefragt. Leider haben uns die Ghanaer falsch verstanden und wir wurden in das falsche Trotro zu falschen Lagune geschickt. Wir sind dann echt im Nirgendwo gelandet und sollten dafür auch noch 2 Cedi bezahlen, was wir schön verweigert haben und dann zu Fuß weiter in das Dorf an dieser Salzlagune gegangen sind. In dem Dorf hat gerade eine Beerdigung stattgefunden und wir sieben weiße Mädchen haben nochmal zusätzlich für Aufregung im Dorf gesorgt. Leider war der Ort genauso wie die Lagune ziemlich unspektakulär und hässlich und an den ganzen Kakteen hing tonnenweise Müll und überall liefen kleine schwarze Schweine rum!

 

Also sind wir wieder zurück zur Hauptstraße gelaufen und haben nach einem Tortro Ausschau gehalten, was wir dann auch schnell gefunden haben. Allerdings steckte das Trotro im Sand fest und wir mussten erst mit aller Kraft diesen Minibus aus dem Sand schieben.

Dafür wurden wir dann aber umsonst ins nächste große Dorf gebracht und konnten dann endlich das richtige Trotro zur Voltamündung, unserem eigentlichen Ziel, nehmen. So sind wir dann um 12h endlich in Ada-Foah angekommen und haben uns den Weg zum Meer zeigen lassen.

So sind wir an einem richtig schönen Markt vorbeigegangen und haben einen Fischer getroffen, der uns über den Volta zur Mündung mit seinem Boot gefahren hat.

Die Bootsfahrt bei herrlichem Wetter vorbei an Palmen und urigen Bambushütten war wirklich traumhaft und als wir dann noch an einem wunderschönen Strand direkt am Meer und am Volta ausgestiegen sind, waren wir alle überglücklich und haben es genossen im Wasser zu schwimmen und am Strand unter Palmen zu liegen!

Nach fast 5 Stunden Aufenthalt und einer Portion Fried Rice mussten wir dann leider wieder den Heimweg mit Boot und Trotro antreten und sind erschöpft aber glücklich um 21h endlich wieder in Accra zu Hause angekommen.

Boots-Tour VoltamündungTro Tro anschieben

Heute sind wir zu siebt zu unserem Projekt gefahren um unser Büro zu entrümpeln und ein bisschen Struktur ins Büro zu bringen, damit die nächsten Veranstaltungen vielleicht etwas organisierter ablaufen. 

So ist auch meine siebte Woche in Ghana erfolgreich zu Ende gegangen und ich kann es gar nicht glauben, dass schon fast 2/3 meines afrikanischen Aufenthaltes vorbei ist.

 In 5 Wochen bin ich wieder bei euch und ich freu mich auf euch! 

Montag, 09.09.2013

Halbzeit

Hallöchen! 

Die sechste Woche war nicht sonderlich spektakulär. Die Regenzeit hat begonnen... Das heißt es regenet höchstens einmal täglich relativ stark ist aber in 10 Minuten wieder vorbei und dann scheint wieder die Sonne!

Im Projekt hatten wir diese Woche nicht viel zu tuen und haben nur diverse Vorbereitungen für den Samstag (dritte Jubiläum von meinem Projekt) getroffen.

Am Dienstag waren wir noch in der Accra Mall und haben Pizza gegessen Zunge raus.

Mittwoch hatten wir wie gewöhnlich unser Hausmeeting und abends war ich mit 5 weiteren beim Sport. „Keep it fit club“ in der nähe von unserem Haus. Wir waren so ca. 30 Leute und haben auf einem Basketballfeld zur afrikanischen Musik, Sport gemacht. Es war total lustig und hat richtig Spaß gemacht. Am nächsten Tag hatte ich sogar Muskelkater :D

Am Donnerstag waren wir nur bis 11h im Projekt und sind danach aus einen großen Perlenmarkt gefahren, wo wir ganz viel Schmuck kaufen konnten.

Perlenmarkt Perlenmarkt Perlenmarkt

Freitag waren wir nachmittags im „Art Center“, das ist auch ein großer Markt auf dem man ganz viele Souvenirs kaufen kann (Holzstatuen, Schumuck, Trommeln, etc.)

 Am Samstag war der 3rd anniversary von meinem Projekt (SCEF). Mein Projekt existiert jetzt also erst seit 3 Jahren und auf Grund dieses Ereignisses wurde ein „walk“ durch ganz Jamestown veranstaltet. Es haben sich ca. 100 Kinder und Erwachsene versammelt, wir haben verschiede Plakate erstellt, es wurde Musik gespielt (Trommel und Trompeten) und wir sind 1 Stunde durch Jamestown gelaufen. Die Kinder waren total motiviert und es hat war total aufregend. Im Anschluss wurde jeden Kind ein Eis gespendet und noch ein bisschen zusammen gespielt.

Das ist mein Schüler Joseph Plakate für den WALK SCEF WALK

Gestern (Sonntag) haben wir einen wunderschönen Strand entdeckt („Bojo Beach“). Es war eine kleine Insel, die man erst mit einem Kanu erreicht und dann war es wie in der Karibik: Palmen, tolles Wasser und Sonne Cool! Gegen 17h hat es dann leider angefangen zu regnen und wir sind wieder zurück nach Hause gefahren.

 Heute haben wir frei, weil wir Samstag zum Walk „arbeiten“ mussten und fahren gleich nach Osu in ein Cafe und genießen den Tag! Lächelnd

Tschöööö!  

Montag, 02.09.2013

Surfen im Paradies vs. kaputte Knie, Brandwunden, Magendarm und frühzeitige Abreise

Wir haben endlich wieder Wasser! LächelndOh mann, wenn ich wieder in Deutschland bin werde ich so viele Sachen zu schätzen wissen, die in Deutschland immer so selbstverständlich waren!!

Die Woche begann wie immer: Projekt- Besprechung mit anschließendem One-by-One-teaching. In der Nähe von unserem Projekt steht ein Leuchtturm direkt am Meer, auf dem wir am Montag einen unglaublichen Ausblick über ganz Jamestown und die Slums genossen haben. Danach sind wir durch ein nahegelegenes Fischerdorf gelaufen und sahen Hungersnot, Obdachlosigkeit und Kinderarbeit...

Jamestown: Lighthouse Jamestown

Anschließend sind wir alle mit dem Motorradtaxi zurück gefahren. Ich bin leider von der falschen Seite des Motorrads abgestiegen und habe mich an dem heißen Auspuff verbrannt und habe nun eine riesen, eitrige Brandblase an der Wade... Brüllend

Auaaa!

Auch hier in Ghana bin ich schon bekannt dafür Zimmer umzustellen, weshalb wir Montag unser Zimmer umgestellt haben! Unschuldig

Montag haben wir eine neue Mitbewohnerin (Miri) bekommen, die bis Dezember bleibt. Lächelnd

Dienstag mussten wir uns mal wieder von einem Mädchen (Isabel) verabschieden und haben sie zum Flughafen begleitet. Im Praktikawelten-Haus verewigt man sich immer mit dem Datum und dem Namen auf der Hauswand. Isa, Eva, Julia und ich haben uns zusammen verewigt:

Elefantenfamilie :)

Mittwoch war das letzte Mal Reading-Club, weshalb wir zusammen einen Kuchen gebacken haben, Spiele gespielt haben und Fotos gemacht haben. Wir waren alle ganz traurig weil und die Kinder über die vier Wochen so ans Herz gewachsen sind. 

Reading-Club meine Klasse :) in meiner Klasse

Um 18h begann unserer Wochenendausflug nach Busua an den Strand. Wir waren zu sechst (Eva, Julia, Miri, Yasmin, Louisa und Ich) und hatten eine 6-stündige Fahrt vor uns. Gegen 2h nachts sind wir an unserer Unterkunft angekommen. Am nächsten Morgen wurden wir von verschiedenen Menschen mit Essensvorschlägen und diversen Restaurantvorschlägen bombardiert insbesondere von Frank dem Juice-Man (ACHTUNG, der hat uns das ganze Wochenende versaut!). Am Morgen gab es dann Pancakes und selbstgemachten Fruit-Juice. Gut gestärkt hatten wir dann unsere ersten Surfstunden und es hatte besser geklappt als erwartet! Abends war Cheese-Burger-Night an einer nahegelegenen Strandbar und danach haben wir Bier am Strand getrunken. Der Strand war total schön, sauber und es war einfach mal ruhig im Gegensatz zur Hauptstadt Accra. Einfach mal URLAUB Cool!

Der nächste Tag begann wieder mit einem Pancake und anschließender Surfstunde, wobei sich diesmal alle die Knie aufgeschürft haben, weil die Wellen so stark waren und dich jedes mal mitgezogen haben... Julia verbrachte den ganzen Tag im Bett mit Durchfall und Erbrechen aber woran es legen könnte war uns zu dem Zeitpunkt noch unklar. Erst also Yasmin und mir gegen Abend dann auch so übel war und wir den ganzen Abend auf dem Klo verbracht haben und erbrechen mussten, haben wir uns durchgefragt wo wir irgendwo einen Arzt aufsuchen könnten. Wir wurden ausgefragt was wir denn gegessen und getrunken haben und wir wurden fast ausgelacht als wir gesagt haben das wir den selbstgamachten "Fruit Juice" getrunken haben, weil das wohl nicht das erste Mal war, das jemand daran erkrankt war, also war uns die Ursache dann klar... Wir waren in Busua relativ abseits und ein Krankenhaus war 5 Stunden entfernt. Ich stand wirklich kurz vor einem Kreislauf-Zusammenbruch... Es gab einen Ärztin zu der wir dann gegangen sind und die uns jegliche Medikamente gegeben hat, die wir direkt wieder erbrochen haben... Erst nach einer Stunde habe ich dann geschafft das eklige Zeug in mir zubehalten. Ich wusste noch nicht mal was sie mit da gegeben hat, aber ich hätte alles genommen, weil ich wusste: „Schlimmer kann es nicht mehr werden!“ Yasmin hat es leider am schlimmsten erwischt, sie hat noch die ganze Nacht Erbrechen gehabt... In dieser Nacht hat niemand von uns geschlafen: „Es war die schlimmste Nacht meines Lebens!“

Am nächsten Tag ging es mir schon viel besser aber was essen oder aufstehen konnte ich noch nicht. 3 von uns die gesund geblieben sind haben noch ihre letzte Surfstunde genommen und gefrühstückt. Eigentlich wollten wir bis Sonntag bleiben, aber auf Grund der Umstände sind wir schon Samstag gegen 18h zurück gefahren. Gegen 23:30h sind wir dann nach anstrengender Tro Tro- Fahrt endlich angekommen und totmüde ins Bett gefallen!

Surfschule Wuhuuu

Sonntag haben wir versucht auszuschlafen, aber waren alle um 7h wach, weil man hier einfach nicht ausschlafen kann :D auf Grund von Kirchgesängen, Hahnkikeriki etc. Man hört hier einfach alles. Mittags sind wir ins Art Center gefahren und haben noch ein paar Souvenirs für zuhause gekauft! Abends habe ich dann endlich versucht mal wieder was vernünftiges aber leider nach eine Stunde wieder ausgekotzt Stirnrunzelnd, deshalb bin ich heute (Montag) nicht zum Projekt gegangen und habe den Morgen im Haus verbracht. Aber ich war nicht allein weil es mehreren heute nicht so gut geht...

Das war dann wohl nicht das beste Wochenende... Verschlossen

Aber heute geht es mir wieder besser und es geht weiter mit der sechsten Woche! Heute bringen wir Julia uzm Flughafen die leider schon abreist. Total traurg, weil ich mit ihr hier fast alles zusammen gemacht habe und sie ganz lieb gewonnen habe! Weinend Küssend

Man erlebt hier so unendlich viel und sieht jeden Tag neue Orte und sammelt durchgehend neue Erfahrungen, unglaublich! Ich versuche immer so gut wie möglich alles zu beschreiben, aber man muss es einfach erleben um zu wissen wie es hier ist.

Küssend Leo vermisst euch!

Sonntag, 25.08.2013

Die Zeit vergeht so schnell...

Hallo Küssend

Jetzt sind schon 4 Wochen vorbei also 1/3 meiner Zeit...

Die Woche war mal wieder sehr aufregend:

Wir hatten die ganze Woche Wasserausfall im Haus, d.h. das wir mit großen Gefäßen zu einem Tank laufen, Wasser auffüllen und dann mit Eimern duschen/waschen müssen. Es ist ziemlich nervig, aber machbar (wir sind ja schließlich in AfrikaZwinkernd)

Die Woche begann Montag mit meinem Projekt. Montags sitzen wir immer gequetscht in unserem kleinen Office und reden über die letzte Woche, wie der Reading-Club lief und was wir am Wochenende gemacht haben. Nachmittags habe ich dann mit Josef das ABC und Mathe gelernt. Um 17h kam eine Köchin und es wurde mal wieder ghanaisch gekocht (Jollof Rice, Salat, Chicken und Egg-Stew).

Der Dienstag war nicht sonderlich spektakulär. Wir hatten wieder von 9h-16h Reading-Club und um 17h hab ich mit Etti, Sissi, Mama, Papa und Feli geskypt Lächelnd. Abends haben wir Couscous gekocht und danach haben wir einen Nachtspaziergang durch Accra gemacht. Mittwoch war wieder Projekt aber nur bis 12h, weil wir um 15h Hausmeeting hatten. Abends sind wir ins Art Center gefahren und haben eine Trommelstunde von einem Ghanaer (David) bekommen und ich habe mir eine Trommel für zuhause bestellt. Danach sind wir nach Osu gefahren, das ist ein totaler Touristenort und es gibt verschiedene Restaurants, diverse Supermärkte und mit dem eigentlichen Afrika gar nicht zu vergleichen.

Donnerstag war für diese Woche der letzte Tag im Projekt, weil ich mit für Freitag frei genommen habe um zu reisen. Ein kleines Mädchen war bei uns im Projekt, die auf ihre ganz kleine Schwester aufpassen musste, weil die Mama keine Zeit hatte, dann habe ich mich erstmal angeboten mich um die kleine zukümmern und sie hat mir das Baby direkt auf den Rüchen geschnallt. Es war so süß und es ist dann in meinen Armen eingeschalfen. Hier ist es sehr oft so, dass sich die großen Geschwister um die kleinen kümmern müssen, weil die Eltern arbeiten und keine Zeit haben.

Donnerstag Abend sind wir in Accra Mall gefahren, das ist ein riesen Shoppingcenter mit Restaurants, Shops, Kino und Bars. Es ist unglaublich welche Gruppierung von Menschen da rumläuft. Mein Projekt ist in Jamestown und da leben alle Menschen am Existenzminimum (Hungersnot, Waisenkinder, Armut) und in der Accra Mall sind Menschen, mit iPhones, iPads die in Restaurants sitzen und es sich gut gehen lassen. In Afrika ist es generell so das Reich neben Arm wohnt. In der einen Straße gibt es Slums und in der anderen Straße stehen große Häuser mit reichen Afrikanern.

Freitag ging dann die Reise mit Eva, Julia, Isa und Erik in die Western Region los. Wir sind um 6h los und hatten eine 8-stündige Tro Tro- Fahrt vor uns. Um 14h sind wir in Beyin angekommen und haben uns eine Unterkunft direkt am Strand gebucht. Beyin liegt direkt neben einem Stelzendorf (Nzulezo), das ist ein Dorf, welches auf dem Wasser steht. Wir sind mit 2 Tourguides 1 Stunde über einen Fluss in einem Kanu bis in das Dorf gefahren. Das Dorf hat 450 Einwohner, eine Schule und ein Kirche. Es war unglaublich zusehen, das sowas möglich ist. Die Einwohner müssen täglich 2 Stunden mit dem Kanu fahren, um an Lebensmittel zu kommen, aber es scheint eine riesen Gemeinschaft zu sein, wo jeder jedem hilft.

Abendessen in der Tapas-Bar Kanu-Fahrt Stelzendorf Schule im Stelzendorf Stelzendorf :) Kanutour Kanu Tour

Zurück in Beyin waren wir dann in einer spanischen Tapas Bar (Cafe Puerto) aber es gab nicht wirklich Tapas! Es wurde uns gesagt, dass man nachts Schuildkröten am Strand sehen würde, aber es gab nur unendlich viele Krebse, also wurde aus unserem Schildkröten- Spaziergang ein Krebs-Spaziergang. J

Samstag sind wir nach dem Frühstüch 4 Stunden nach Cape Coast gefahren um uns die Universität anzugucken. Universität würden wir das in Deutschland nicht nennen, aber das ist in Ghana die angesehenste Uni, wo alle Ghanaer hin möchten. Wir sind dann weiter in Das „Kosa-Beach Resort“ gefahren, wo wir vor 2 Wochen schonmal waren. Wir waren uns sicher, dass es nicht so teuer war und dass das Essen gut war, also sind wir da nochmal hin. Wir haben auf dem Weg ein passt ghanaische Bekanntschaften gemacht bis wir dann gegen 18h an der Unterkunft angekommen sind. Abends haben wir dann noch was gegessen und zusammen was gespielt. Leider ist mir das Abendessen nicht so gut bekommen und ich musste mich übergeben... Danach ging es mir aber wieder gut!

Müllkippe + Kühe Weg Bekanntschaften

Am Sonntag (heute) haben wir uns dann wieder auf den Heimweg gemacht uns sind an einer Straußenfarm vorbei gefahren. Total lustige Tiere!

Strauß

Um 15h waren wir dann wieder zurück im Haus und leider gibt es immernoch kein fließendes Wasser...

 

VERMISSE EUCH, Leo

Samstag, 17.08.2013

Woche 3

Hallo meine Lieben Zwinkernd

Ich bin’s mal wieder. Diese Woche war nicht so spektakulär, deshalb melde ich mich erst jetzt.

Etti und Lauri: Alles gute nochmal, ich hoffe ihr hattet einen tollen tag Küssend

Jetzt bin ich schon 3 Wochen hier und schon fast in der vierten Woche, die Zeit vergeht hier wie im Flug.

Wir hatten diese Woche wieder den Reading Club, aber diese Woche war ich in Klasse 2 mit Isabel (Am Montag angereist). Es ist sehr anstrengend mit den Kleinen, weil es schwer, sie dazu zubringen: ruhig zu sein und zuzuhören. Trotzdem haben wir es dann irgendwann trotzdem geschafft :D

Am Nachmittag habe ich einen Schüler zugeteilt bekommen, der auch Josef heißt,  aber schon 12 Jahre ist. Seine Mutter ist tot und sein Vater interessiert sich nicht mehr für ihn. Er lebt mit seinem kleinen Bruder (Emmanuel) bei seiner Oma, die sogut wie kein Geld verdient. Deshalb verkauft er Wasser auf der Straße um sich Klamotten leisten zu können. Er hat also keine Zeit zur Schule zu gehen. Ich setze mich jetzt jeden Nachmittag (Mo-Fr) mit ihm zusammen um ihm ein bisschen was beizubringen. Er hat viel aufzuholen, weil er noch nicht mal das Alphabet kann und es ist auch schwer sich mit ihm zu unterhalten, weil er sehr schlecht Englisch spricht. Ich gebe aber mein bestes und hoffe ,dass ich ihm Unterstützung geben kann. 

Diese Woche haben uns 2 Mädchen verlassen, die in meinem Projekt waren und deshalb waren alle zusammen in Osu (Nachbarort) und waren in einem amerikanischen Restaurant und haben ein Wrap und ein Smoothie gegessen. Es war ein Traum, weil man ernährt sich hier sonst nur von Nudeln, Toast, Haferflocken, Früchten, Tee und Wasser (aus Tüten).  Auch Eis gibt es hier nur aus Tüten, deshalb liegen auch die Straßen voll mit Plastik. Das Plastik wird dann wöchentlich verbrannt und es stinkt so sehr.

Am Donnerstag haben wir zusammen „Red Red“ gekocht mit Yam, das ist vergleichbar mit Kartoffelecken mit Chilli con Carne (Mama, es war nicht halb so gut wie bei dirKüssend).

Freitag geht mein Projekt immer nur bis 12h und die Kinder gucken sich einen Film an und kriegen anschließend einen großen Topf Nudeln spendiert. Sie sind immer total glücklich, weil sie immer hungrig sind Stirnrunzelnd

Heute war ich mit 4 anderen im „Botanischen Garten“ in Abouri. Es war ein riesen Park mit interessanten Bäumen und Blumen. Wir haben uns dann noch zusammen auf eine Decke gelegt und einfach die Sonne genossen und gequatscht. Gegen 15h sind wir auf einen Holzmarkt gefahren, wo es ganz viele, billige Souvenirs gab. Waren dann ein bisschen einkaufen und sind gegen 17h wieder zurück gefahren. Morgen geht’s dann zum Strand Cool

PS: Ich habe ein paar Bilder in die verschiedenen Einträge hinzugefügt. Leider noch nicht alle, es funktioniert nur manchmal. 

Grüße, eure Leo Lächelnd

 

Sonntag, 11.08.2013

2. Woche

Ab Dienstag hat der „Reading Club“ von unserem Club begonnen. Los ging es um 8h und es war anfangs ein riesen Durcheinander. Leider konnten nur 100 Kinder eingeladen werden in ihren Ferien, an dem „Reading Club“ teilzunehmen, weil die Räumlichkeiten begrenzt waren. Trotzdem wollten aber alle Kinder teilnehmen und es wurde ein riesen Durcheinander, die Kinder zu finden, welche auch wirklich angemeldet waren. Jedes Kind hat ein Namensschild bekommen und wurde in die jeweilige Klasse aufgeteilt. Ich war in der ersten Klasse mit einem weitern aus meinem Projekt. meine Aufgabe war es, Kinder im Lesen zu unterrichten. Somit war der erste Tag eher chaotisch, unübersichtlich, aber für den ersten Tag ganz gut Lächelnd

Alle aus meinem Projekt die süßeste Josef :)

Mein Projekt-Chef und sein Sohn (Bernhard) Unser Team :)

Der Mittwoch begann wieder mit den „Reading Lessons“, aber wir hatten schon um 12h Schluss, weil um 13h ein Housemeeting geplant war. Ganz nach dem Motto „No hurry in Life“ war aber Nana (unser Koordinator) 2 Stunden zu spät. Als er um 15h dann da war, hatten wir für 10 Minuten ein Housemeeting und dann ging es schnell zu der Hochzeit in einer luxuriösen (nach afrikanischen Verhältnissen; es gab Beamer und Micros) Kirche von der Putzfrau aus Haus 3 und auch da waren wir eine halbe Stunde zu spät. Es gab einen Gospelchor und anschließend ein Fotoshooting mit jedem Familienmitglied aus der Familie. Es war nicht so spektakulär wie der leztige Kirchenbesuch.

Brautpaar

Am Mittwoch war unser Kochtag und unser ganzes Haus hat zusammen Fufu gekocht. Es hat 3 Stunden gedauert und war total aufwendig. Hier gibt es natürlich keine Küchenmaschine, deshalb muss alles einzeln gemörsert werden...

Nana Mörsern

Am Donnerstag hatte Vanessa aus unserem Haus Geburtstag und sie hat für uns gekocht. Insgesamt hatten diese Woche 3 Leute geburtstag und es wurde Freitag abend eine große Torte bestellt und ein bisschen gefeiert 

Kuchen

Am Wochenende stand dann unsere „Cape Coast Tour“ an. Jeder Praktika-Teilnehmer fährt am Anfang ihrer Zeit mit den „Neuen“ nach Cape Coast. Los ging es am Samstag um 6h. Wir hatten einen sehr bequemen Tro Tro und haben dann die Leute aus den anderen Häusern eingesammelt, die auch mitgefahren sind. Gegen 11h waren wir in einem Restaurant und haben lecker zusammen gefrühstückt. Cape Coast ist ein totaler Touristen Ort und deshlab haben wir total viele „Weiße“ gesehen. Dann waren wir im Elmina Castle, das ist eine alte Sklavenburg. Es war total bedrückend aber interessant. Weiter ging es dann zu unserer Unterkunft (Kasoa Resort) , direkt am Strand. Es waren total süße, bunte Häuser. Wir haben uns zwar zu dritt in ein 2-er Zimmer gequetscht, aber es war ja nur eine Nacht :D. Den Tag haben wir dann noch alle am Strand verbracht und abends waren wir dann noch was essen. Am nächsten Tag sind wir dann nach dem Frühstück in den „Kakum National Park“ gefahren. Man ist über meterlange Hängebrücken gelaufen direkt im Dschungel. Um ca. 13h waren wir noch im „Hans Cottage“ und haben Krokodile gestreichelt. Wir hatten alle voll Angst aber das Krokodil hat sich 0 bewegt. Um 18h waren wir dann wieder zurück im Haus. Es war ein sehr schönes Wochenden!

Unsere Truppe

Hier haben wir gefrühstückt

Elmina Castle Unser Tro Tro

Krokodil :-D

 

Bis bald Leo

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